“Urlaub” im Disneyland-Resort Paris

Wir waren vom 28.06. bis zum 02.07.2007 in Frankreich.

Wer auf ruhigen Urlaub steht, sollte sich wohl eine andere Stelle aussuchen oder den Tag im Hotel verbringen, weil erholsam ist es nicht wirklich. Aber ein Erlebnis allemal, besonders für die Kinder.

Foto: Eingangsbereich, Parkplatz Hotel Santa Fe
Parkplatz und Eingangsbereich zum Hotelkomplex

27.06.2007

Am Abend des 27. so gegen 22 Uhr ging es los. Ich hatte vorher ein paar Stündchen genickt und die Fahrt war kein Problem. Dank eines geliehenen Navigationssystems und einer eigentlich guten Planung kamen wir ohne Probleme durch.

Ich hatte mich für die Autobahnvariante entschieden und so kostete uns der Spaß so was bei 25 Euro um von der deutsch-französischen Grenze bei Saarbrücken auf der Autoroute de l’Est bis zur Abfahrt für das Disneyland zu kommen. Wofür? – Naja dafür, daß ich die Autobahn fast für mich alleine hatte, was relativ langweilig gewesen ist.

Ankunft war so ca. halb sieben in der Früh. Die Rezeption vom Hotel (dem “Santa Fe”) war schon offen – auch wenn wir erst nachmittags um drei ins Zimmer konnten – holten wir uns schon mal die Eintrittskarten ab.

Foto: Mickey Mouse am Eingang des Disneyland Resort Paris
Unsere erste Begegnung mit Mickey

28.06.2007

Nachdem wir uns in der Lobby noch ein wenig ausgeruht hatten, machten wir uns so gegen neun auf den Weg zum Park. Marianne war ja vor neun Jahren schon mal da gewesen, aber den richtigen Weg fanden wir erst nach genauem hinschauen. Wir hätten auch mit den kostenlosen Shuttle-Bus fahren können, aber das Wetter war recht gut und so spatzierten wir.

In der Schlange am Eingang angestellt präsentierte sich uns auch gleich noch Mickey. Grad erst angekommen und gleich DIE Disney-Figur gesehen – Super!

Da es am Anfang noch verhältnismäßig leer ist, haben wir gleich mal ein paar Runden auf den Karussells gedreht. Und das war auch gut so.

Wir hatten quasi nix mit, die ersten Fotos hab ich mit meinem Handy gemacht und so gegen um zwölf/halb eins sind wir wieder zurück getigert – und haben bei McDonald’s im Disney Village gemittagt.

Zurück im Hotel bekamen wir dann, obwohl es noch lange nicht um drei war, unseren Zimmerschlüssel. Dort angekommen fielen wir alle totmüde in die Betten – auch die Kinder, die die ganze Nacht über im Auto geschlafen hatten. Ich stellte den Wecker des Handys auf halb fünf und ich wurde zwar wach, aber hatte extreme Kopfschmerzen. Zum Glück half die Tablette nach einer halben Stunde.

Wir sind dann nicht nochmal zurück in den Park gegangen, sondern haben unser Auto aus- und das Zimmer eingeräumt und dann haben wir das Hotelgelände ein wenig erkundet. Auf einem Spielplatz, ganz im Stil des Hotels, konnten Francesca und Hannah toben – die hatten ja nachts geschlafen – und ich ein wenig chillen. ;)=

Foto: Hannah, Prinz Eric, Arielle, Francesca
Unser Bild mit Arielle

29.06.2007

Am Freitag um 07:45 Uhr gab es Frühstück – ein späterer Termin war für den Tag nicht mehr zu bekommen. Naja, mich hat es nicht so arg gestört. Die Betten waren bequem und der Schlaf war gut. Wir sind auch wieder die Viertelstunde zum Park gelaufen – warum das nicht viel mehr Leute machen, ist mir unklar. Es ist echt angenehm gewesen.

Wieder zuerst auf’s Karussell, damit man nicht so lange warten muß.

Dann kauften wir jeder der beiden Grazien ein Autogrammbuch, welches mit Unterschriften der Disney-Stars gefüllt werden kann/soll/muß. Unser erstes Opfer war Minnie Mouse. Die erste Regel, die wir lernen mußten war: “Überall wo es was gibt, muß man sich anstellen!”.
Logisch, für Kinder ist es nicht so spannend sich in eine Schlange zu stellen, aber für mich war es interessant, den diversen Sprachen (man kam sich teilweise vor wie in Babel) zu lauschen und mit meinen teilweise rudimentären Kenntnissen den Gesprächen zu folgen.
Es war wirklich alles dabei, von französich (logischerweise), über englisch und deutsch, bis spanisch, italienisch, russisch, dänisch …

Im Laufe der Tage haben wir so über 30 Unterschriften (in jedem Buch) gesammelt und haben dann hier zu Hause die passenden Fotos mit dazu geklebt.

Nach Minnie kamen dann die Disney-Prinzessinnen dran und da war Francesca voll heiß drauf. Jeweils zwei von ihnen wechselten sich alle 20-30 Minuten ab. Wir waren grad bei einem solchen Wechsel zugegen und erwischten so Belle, Arielle und Jasmin & Aladin auf einmal. Dornröschen entwischte uns leider, was Francesca sehr grämte.

Foto: Pluto und Francesca
Fotosession mit Pluto

30.06.2007

Für die folgenden Tage hatten wir jeweils eine Frühstückskarte für 08:15 Uhr ergattern können. Das Frühstück war super. Zwar nicht unbedingt die riesige Auswahl, aber es reichte hin. Brötchen, Croissants, Schokocroissants – Marmelade, Nuß-Nougat-Creme – drei Sorten Aufschnitt – vier Sorten Cerealien (um mal neudeutsch zu reden) – Kaffee, Tee, Milch, O-Saft. Man wurde auf alle Fälle satt.

In den Disney-Hotels ist beim Frühstück immer eine der Figuren zugegen. Auch hier konnte man ein Autogramm ergattern und ein Foto schießen. Am Samstag wechselten sich *denkdenkdenk* Mickey und Pluto ab. Mickey hatten wir am Vortag schon im Park “abgehakt”, sodaß sich Francesca und Hannah für Pluto anstellten.

An unserem dritten Tag wollten wir dann auch endlich mal den Shuttle-Bus nehmen, weil das Wetter nicht so pralle war. Es regnete ein wenig. Wir gesellten uns zu den etwa 100 anderen Wartenden und warteten darauf, daß der Bus von der Aussteigehaltestelle zur Einsteigehaltestelle führe.
Hinter unserem gelben Bus (die Shuttle-Busse “Hotels-Park und retour” sind gelb – die zu den Flughäfen rot – und die lokalen Linienbusse pink lackiert) wartete ein roter, der des Wartens leid war und versuchte sich an ‘unserem’ vorbei zu quetschen. Zuerst sa es so aus, als würde der Fahrer des gelben Busses nur ein wenig mit dem anderen rumalbern, aber es kam wie es kommen mußte, der rote blieb am gelben hängen und beim gelben ging kurz hinter dem Fahrerplatz eine der großen Seitenscheiben zu Bruch.
Gut, wir sind dann doch gelaufen.

Foto: Hannah bei Winnie Pooh
Hannah bei Winnie Pooh

Im Park angekommen, konnten wir einen Platz weit vorn in der Schlange bei Winnie Pooh ergattern. Genau hinter einer Familie, dem Dialekt nach aus Bayern, mit denen wir uns ein wenig unterhielten. Hannah war so happy, als sie sich die Unterschrift abholen durfte. Sagenhaft.

Danach kamen wir – eher zufällig – an der “Fantasy festival stage” vorbei, wo am Samstag und Sonntag ein Winnie Pooh-Stück aufgeführt wird. Es dauert knapp eine halbe Stunde und ist sprachlich ein Mix aus französisch und englisch. Die Kinder dürfte es überhaupt nicht stören, die kennen wahrscheinlich eh die Filme, aus denen die Lieder und Passagen sind, und sind wahrscheinlich zu fasziniert, um auf so etwas wie Sprache zu achten. Bei youtube habe ich es mittlerweile auch gefunden – es ist in drei Teile zerlegt – Teil 1, Teil 2, Teil 3. Einfach nur süß – so süß, daß wir’s uns am Sonntag nochmal anschauten. Dieses Mal saßen Francesca und Hannah in der ersten Reihe und konnten dort Eeyore kuscheln.

Zusätzliche Links, Disneys Characters Express

Über die Tage wurden wir auch Fans des nachfolgenden Schauspiels. Ab 11:45 Uhr viermal mit immer einer Stunde Abstand. Dann hieß es immer: “Attention, attention – le petit train de personnage arrive! The Disney characters’ express is coming!” Und los ging’s.
Im Zug fahren, wie man sieht, mehrere Disneyfiguren mit, mit denen man sich dann fotografieren lassen kann. Wenn man Glück hat, gibt es auch das eine oder andere Autogramm.

Der Text ist eine Mischung aus Französisch und Englisch und ich hatte die eine oder andere Schwierigkeit selbigen zu verstehen, obwohl ich in der Schule auch mal Französisch gelernt hatte. So bauten wir uns unseren eigenen, der paßte. *kicher*
Ich habe jetzt im Januar 2008 nochmal bei Google gesucht, und bei dlrpmagic.com gibt es jetzt auch die Lyrics.

Foto: Alice und der verrückte Hutmacher
Alice und der verrückte Hutmacher

01.07.2007

Am Sonntag war Goofy zu Gast beim Frühstück. Ich bewundere diese Figuren, die einem das Gefühl geben nur für “mich” da zu sein. und das bei nicht gerade arktischen Temperaturen.

An diesem Tag war der Park für die Bewohner der Hotels ab 08:00 Uhr geöffnet. Wir konnten uns also einen Platz vorne in der Schlange sichern, um die letzte Prinzessin (Dornröschen) zu erwischen. Marianne war mit Francesca und Hannah Karussell fahren, weil früh morgens eigentlich wirklich die einzige Möglichkeit ist, die Fahrt zu genießen. Später wird es von langen warten überschattet.
Während ich da so stand, kamen (von Alice im Wunderland) Tweedle Dee, Tweedle Dum, der verrückte Hutmacher und auch Alice vorbei und verkürzten uns die Wartezeit mit Autogrammen und Fotos. Leider hatte Marianne unsere beiden Bücher. Irgendwie kam sie dann aber doch vorbei und ich konnte grade so von “Mad Hatter” und Alice eine Unterschrift ergattern. Die beiden Tweedles waren nicht mehr zu bekommen. .

Nachdem die paar Leute vor uns dran gewesen waren (Dornröschen war leider nicht unter den ersten beiden Paaren und nach dem Wechsel kam nur ein weiteres Prinzessin/Prinzen-Paar), konnte ich den Aufpasser fragen, wann und ob sie kommen würde. Auf englisch heißt Dornröschen “sleeping beauty”, wie wir von den englischsprachigen Mädchen gelernt hatten. Entweder er verstand mich nicht oder mißverstand mich, auf alle Fälle war seine Aussage, sie käme heute gar nicht, wäre aber mittags in der “Auberge de Cendrillon”. Cendrillon = Cinderella und die Auberge ist eines der gehobeneren Gasthäuser. Für den läppischen Beitrag von 48 Euro pro Erwachsenen und 20 Euro pro Kind kann man dort mit Cinderella und Schneewittchen speisen. Fast 140 Euro für ein Mittagessen erschien uns etwas happig.

Nachdem wir von der Auberge wieder weg gingen und einen Blick auf die Bühne (=Unterschriftslocation) warfen, stand dort Dornröschen. Was soll man dazu noch sagen. *rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr*

An den Tagen vorher, war der frühe Vormittag immer eher naß. Kurz nach Öffnung kam dann immer die Durchsage, daß “Alphabet you are” aus technischen Gründen abgesagt werden müsse. Wir hatten zwar davon gelesen, aber hatten es noch nie gesehen, wußten somit auch nicht, was wir da verpassen.

Ist ein recht witziges auf- und ablaufen der Buchstaben, die “DISNEYLAND” bilden. Einfach mal den Film anschauen und auf die Besonderheiten der einzelnen Buchstaben achten. Ist wirklich lustig.

Foto: Stitch
Stitch mit Hannahs Dora-Hut

Video:

Am Sonntag schauten wir uns die Parade einmal genau am Start an. Ein echter Geheimtipp. Die meisten Leute stehen an der Mainstreet. Hier war relativ wenig los. Kein Gedränge.

Vor der Parade verließen massig Figuren das Tor in Richtung “irgendwo”. Nach der Parade kamen sie alle wieder und Hannah hat sich mit Stitch, der seitdem ihr absoluter Liebling ist, vergnügt. Erst wollte er bei ihr in der Nase bohren, sie hielt sich aber die Nase zu. Er nahm seine Kralle zurück, Hannah ihre Hand weg und dann schaffte er es doch noch. Dann mopste er Hannahs Hut. Sie wollte schon anfangen zu weinen, aber dann setzte er sich den Hut auf. Das fand sie so lustig, daß sie sich kaum einkriegte.

Dann kämpften wir uns zum Ausgang durch und schauten mal im “Walt Disney Studio Park” vorbei. Hier war aber auch schon mehr oder weniger alles gegessen, war ja auch schon relativ später Nachmittag. Aber dann kam noch eine Aufführung vom “High School Musical” des Weges. Interessante Darbietung mit Einbeziehung des Publikums.

Aber alles in allem ist dieser Park wohl nichts für eine drei- und eine sechsjährige.

Foto: Esmeralda mit Francesca und Hannah
Francesca und Hannah mit Esmeralda

02.07.2007

Unser letzter Tag in Frankreich brach an. Aufgrund des Wunschs einer einzelnen Dame namens Francesca, stellten wir uns nochmals bei den Prinzessinnen an. Wir standen wieder ziemlich weit vorn. Bis zum Start der Autogrammsession kamen wieder Alice & Co. vorbei. Außerdem kam Esmeralda aus dem “Glöckner von Notre Dame” vorbei und lies sich ganz lieb mit Francesca und Hannah fotografieren.

Wieder war “our Most Wanted” nicht zu Anfang dabei. Deswegen warteten wir nach Absprache mit der Aufsicht die ca. 20 Minuten. Zu allem Übel kam auch nochmal wieder ein Regenschauer und man konnte sich nirgendwo unterstellen. Die beiden Kiddies und meine Beine packte ich unter meine Regenjacke, mein Rücken wurde schweinenaß. Marianne war losgerannt um zwei der Disneyland-Regenumhänge à 6 Euro zu kaufen, um die wir uns in den vorherigen Tagen immer gut drücken konnten. Aber der Regen war doller und schien länger dauern zu wollen, als an den Vortagen. Als wir die Dinger dann hatten, hatten wir längst das ersehnte Autogramm und der Regen war vorbei. Nun haben unsere Kinder aber ein wunderbares Andenken bei Regenwetter, das ja hier im Harz desöfteren vorkommt.

Nach der Parade – also so zwischen halb und um fünf trollten wir uns. Wir fuhren mit dem Shuttlebus zurück zum Hotel. Das Auto war ja schon gepackt und so konnten wir, nach dem Tanken (genau an der Hoteleinfahrt ist eine Tankstelle), um ca. halb sechs losfahren. Dieses Mal sagte ich dem Navi-System, daß es die Mautstrecken meiden soll. Heraus kam eine ganz andere Route, die uns zuerst in die entgegengesetzte Richtung führte, dann auf dem Autobahnring rechts um Paris rum, am Flughafen Charles-de-Gaulle vorbei.

Die Strecke war super. Immer auf großen National- oder Departementsstraßen. Es war schönes Wetter, Sonnenschein – ein herrlicher Abend eben. Wozu Kinder in der Lage sind, wenn sie nicht schlafen, zeigte sich hier. Andauernd mußten wir zum Pippi machen anhalten.

Ich gebe zu, ich wußte nicht, wo ich war und verließ mich 100%ig auf die Technik. Irgendwann waren wir dann in Belgien – eine Grenze ist quasi nicht mehr existent. Bei Einbruch der Dunkelheit waren wir dann auf einer belgischen Autobahn, die ja nachts beleuchtet sind. In Aachen war damit aber Schluß. Von jetzt auf gleich – NACHT.

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