Was ist Assekurokratie?

FREITAG, DER 13.02.2009

Zur Feier des heutigen Freitags des 13. möchte ich ein Wort mit euch teilen, welches ein Nachbar von mir – gestern oder vorgestern – während einer Unterhaltung zwischen uns kreiert hat.

Es ging darum, dass in unserem Land immer nur soviel getan wird, damit das Verhältnis zwischen Geldern, die irgendwelche Versicherungen bei irgendwelchen Unglücken zahlen müssen, sich mit denjenigen die Waage halten, die die ordnungsgemäße und andauernde Durchführung von irgendwelchen Maßnahmen kosten.

Im genauen war die Rede von der Tatsache, dass hier im westlichen Oberharz (wie allem Anschein nach in ganz Niedersachsen) der Winterdienst nur von 4 Uhr morgens bis 22 Uhr abends durchgeführt werden muss.

Das blöde daran ist, dass sich der Winter in diesem Jahr mal wieder überhaupt nicht an diesen Zeitplan hält. Wenn man, wie ich im vergangenen Dezember, nachts halb drei dringend mit seiner Tochter quer durch den Harz ins Krankenhaus fahren muss und das Wetter blöderweise auf leichtem Nieselregen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt (und tiefen Temperaturen in den Tagen vorher) eingestellt war. Seltsamerweise funktioniert dies im Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt um diese Nachtzeit (mehrfach erlebt) sogar auf Landesstraßen, was in Niedersachsen nicht mal Bundesstraßen erreicht.

Nachdem ich mich mit einem Bekannten darüber unterhalten hatte und dieser ähnliches berichtete (und mir die Tatsache dieser o.a. Regelung mitteilte), konnte ich mir nur an den Kopf greifen.

Sicherlich ist dieser 24-Stunden-Auftrag eine ziemlich aufwändige Aufgabe und er verschlingt auf alle Fälle sehr viele Mittel. Auch haben sämtliche Mitarbeiter der Straßenmeistereien meinen höchsten Respekt. Aber diese Kosten-Nutzen-Abwägung bewegte meinen Nachbarn zu der Wortschöpfung:

Assekurokratie, die Herrschaft der Versicherungen.

Auf dass es das Unwort des Jahres wird.

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