“Eine Rettungsgasse, was ist das?” oder “Was mache ich, wenn es blau blinkt?”

Rettungswagen mit Blaulicht
(Bildquelle: pixelio.de, Andri Peter)

Als wir am Samstag aus Gera zurück nach Clausthal fahren wollten, führte uns unser Weg direkt an der Feuer- und Rettungswache Mitte der Feuerwehr Gera vorbei. Davor machte sich gerade die Besatzung eines Rettungswagens fertig um in den Einsatz zu starten, die Blaulichter blinkten schon.
Just in dem Moment, als ich meinen Töchtern dies sagen wollte, kam mir um eine Kurve an einer Kreuzung ein Notarzt-Audi entgegen. Da ich mich gerade zum Linksabbiegen an selbiger Kreuzung einordnen wollte, steuerte ich unwillkürlich auf dieses Fahrzeug zu, welches natürlich gerade dann auch noch einen andereren PKW überholen mußte.

Dies brachte mich ein wenig zum nachgrübeln, wie man mit solchen Situationen umgehen soll. Ja, Blaulicht und Martinshorn sind ein Zeichen, dass freie Bahn gegeben werden soll. Aber manchmal konzentriert man sich just in einem Sekundenbruchteil auf etwas anderes und sieht es für sich (noch) nicht als Gefahr oder bedeutend an und *PENG* ist es ganz anders.

Ich habe mich mal ein wenig auf den Webseiten der verschiedensten Feuerwehren umgeschaut und mir ist dabei aufgefallen, dass die Damen und Herren Feuerwehrleute sich mit ganz anderen Problemen herumzuschlagen haben. Der einfache Autofahrer, der wohl ein bisschen wenig Platz lässt, so wie ich am Sonnabend, ist wohl ärgerlich, aber lange nicht so schlimm, wie ein Pulk von Autos im Stau, z.B. auf ner Autobahn.

Blick in den Rückspiegel - STAU
(Bildquelle: pixelio.de, A. Dreher)

Tenor der vielen Seiten ist:

LEUTE, HALTET (ab dem Zeitpunkt, zu dem ihr euch einem Stau nähert) EINE RETTUNGSGASSE FREI!
Wenn man das Martinshorn erstmal im Ohr und hinter einem hat, kann schon wertvolle Zeit verloren sein.

MAN DARF (wenn man einem Fahrzeug (oder mehreren) mit Sondersignal Platz machen möchte/muss) EINE ROTE AMPEL (mit Rücksicht auf den übrigen Verkehr) ÜBERFAHREN.
Obacht auf Fußgänger und Radfahrer, die vielleicht kreuzen und natürlich auf die Verkehrsteilnehmer, die gerade Grün haben.

MACHT KEINE VOLLBREMSUNGEN!
Lieber aufmerksam nach einer Stelle suchen, wo man Platz machen kann. Es nützt keinem was, wenn der Hintermann, der nicht mit einem solchen Verhalten rechnet (und in meinen Augen auch nicht rechnen muss) einem hinten drauf fährt.
In der DDR hieß es übrigens, wenn ich mich recht entsinne, dass man sofort anhalten soll. Die DDR gibt es nicht mehr und diese Regelung auch nicht, obwohl sie (und das habe ich in den neuen Bundesländern schon mehrfach erlebt) speziell von älteren Verkehrsteilnehmern noch angewendet wird. Einmal antrainiertes Verhalten ist eben schwer abzulegen.

Zum Schluß möchte ich noch auf eine ADAC-Broschüre verlinken. Diesen Link fand ich in einem Text über das gleiche Thema bei der Feuerwehr Seesen.

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