Kurzurlaub im Ahorn-Berghotel Friedrichroda im April 2011

Um ihren 75. Geburtstag mit uns zu feiern, lud uns meine Oma für drei Tage (Montag bis Mittwoch) ins Ahorn-Berghotel in Friedrichroda ein. Den Weg von Clausthal aus zu finden war, da ich mir kein Navi borgen konnte, etwas kniffelig, weil “Old School” nach Verkehrsschildern zu fahren ist halt …

Außenansicht Berghotel Friedrichroda, blauer HimmelDas Ahorn-Berghotel ist ein riesiger Komplex, der wohl noch aus Zeiten der FDGB-Ferien der DDR stammt. Es hat wohl etwas über 450 Zimmer und auch eine kleine hoteleigene Schwimmhalle. Das Hotel liegt über dem Städtchen Friedrichroda auf dem etwa 500m hohen Reinhardsberg.

Nach und nach ist auch schon in den vergangenen 20 Jahren renoviert worden. Zu allererst sicherlich die Gemeinschaftseinrichtungen (Lobby, Speiseräume, Toiletten … – hier kann man nicht meckern), und die Zimmer nach und nach. Dies wird aber auch auf der Webseite bei den Preisen berücksichtigt, ob (oder ob nicht) das Zimmer bereits renoviert ist.

Dem Zimmer selbst sieht man es nur bedingt an, aber die sanitären Anlagen im Zimmer (also in unserem) ist echt noch DDR-Standard gewesen. Dies soll aber dem Erlebnis keinen Abbruch tun, dafür kann das Hotel mit anderen Qualitäten punkten.

VeranstaltungsplanDa wäre z.B. das Programm, welches für die Kinder angeboten wird. Am Montag, unserem Ankunftstag, war z.B. abends Kinderdisco (die unsere beiden leider zur Hälfte verpasst haben). Dafür nahmen sie am Dienstag so ziemlich alles mit, was geboten wurde.
Mit Straßenkreide vor dem Hoteleingang malen, Memory spielen, ein Windlicht basteln und bis zum Abwinken im riesigen Spielraum (genannt Kids Playworld) spielen.
Francesca und Hannah haben es echt genossen (und wir natürlich auch), dass sie mal ganz alleine irgendwo sein konnten. Man sagte nur, wir sind dort und dort und wenn ihr fertig seid, kommt ihr einfach gemeinsam dorthin. Hat prima geklappt.

Man sagt ja immer, die jüngere Generation ist nicht so für das Wandern zu begeistern – dies stimmt wohl – aber wenn man die Wanderung in einen Spaziergang verpackt, dann geht es. Wir spazierten also desöfteren in der Umgebung des Hotels, auch bis zu einem Gondelteich unten am Berg. Sehr zu empfehlen ist der sehr unscheinbare Rosterstand (hochdeutsch: Bratwurst-Stand) an der Einfahrt zum Parkplatz des Gondelteichs Reinhardsbrunn. Ich fühlte mich gleich wie zu Hause – eine echte “Echte Thüringer Bratwurst” ist eben doch was anderes als das, was sich ab und an mal so nennt. Aber dort ist nicht nur die Wurst, sondern auch der Brater ein Erlebnis.

Die Nächte waren nett, wenn auch die große Tochter es so spannend gefunden hätte, alleine in einem eigenen Hotelzimmer mit Fernseher zu schlafen, wie ihre kleine Schwester, wäre es wohl noch um einiges entspannter gewesen. Trotz organisiertem Zweitschlüssel (Danke an das Personal) war Frl. Pedersen junior senior in der zweiten Nacht nicht dazu zu bewegen, mit ihrer Schwester zu nächtigen. Andererseits blieb uns so wenigstens der “Weck”anruf um 7, wie am Dienstag früh erspart.

Unser Fazit: Wir kommen bestimmt mal wieder, aber dann nicht nur für drei Tage.

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